Familien in Litauen
stehen vor vielfältigen Herausforderungen.
In der Vergangenheit, zu kommunistischen Zeiten, hatte die Familie die Aufgabe die Gesellschaft zu reproduzieren. Männer und Frauen waren dazu bestimmt, Kinder zu bekommen. Die Erziehung übernahm dann der Staat. Das war auf eine Art auch einfach. Eltern mussten sich wenig um die Entwicklung ihre Kinder kümmern. Und die Versorgung mit Wohnung, Nahrung und Kleidung wurde auch vom Staat übernommen. - Diese Gesellschaftsordnung gibt es Gott sei Dank nicht mehr!
Doch nun haben Eltern ein Problem. Von wem sollen sie lernen, wie man Kinder erzieht. Ihre Eltern wissen selbst nur sehr wenig darüber. Und die Gesellschaft? Auch in Litauen ist die moderne Gesellschaft so vielfältig geworden, dass man sich die verschiedensten Meinungen zusammen suchen kann. Wer sagt einem aber, was richtig ist? Nach welchem Menschenbild sollen Kinder erzogen werden?
Und wo nehmen Eltern die notwendige Zeit für ein gelingendes Familienleben her? Die materialistische Weltanschauung sagt ständig: "Hast du was, dann bist du was!" Aber das Habenwollen kostet viel Zeit und Kraft. Um einen hohen Lebensstandard halten zu können ist es notwendig, dass beide Elternteile "rund um die Uhr" arbeiten gehen. Und manchmal sogar im westlichen Ausland! Wer hat während dessen Zeit für die Kinder?
Welche Möglichkeiten gibt es für die Bewältigung dieser Herausforderungen?
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